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Fachbeitrag: Jugendliche mit Sprachentwicklungsstörungen kommen zu Wort. Eine Interviewstudie am Ende der Schulzeit zu Förderbedarf, Unterstützungsangeboten und zum Übergang in die Berufsausbildung

Anja Theisel, Markus Spreer, Christian W. Glück

Abstract


Für die schulische Förderung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) sind unterschiedliche Unterstützungsmaßnahmen angepasst an den Förderbedarf etabliert. Persönliche Einschätzungen der Unterstützungsangebote durch die Betroffenen selbst sind bislang kaum Gegenstand der Forschung. Anhand halbstandardisierter Leitfadeninterviews mit 14 Jugendlichen (9 männlich, 5 weiblich) im Alter von 15, 11–17, 8 Jahren, die aufgrund einer SES zu Schulbeginn einen sonderpädagogischen Förderbedarf Sprache aufwiesen, werden die Wahrnehmung des früheren und aktuellen Förderbedarfs, Unterstützungsmaßnahmen und Beteiligung im Unterricht sowie die beruflichen Perspektiven thematisiert. Die Ergebnisse der evaluativen qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) unterstreichen die positive Entwicklung vor allem der mündlichen Sprache, während die Schwierigkeiten in der Rechtschreibung, im schriftlichen Ausdruck sowie in der Fremdsprache am Ende der Schulzeit auf eine Persistenz der SES hinweisen.

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DOI: http://dx.doi.org/10.2378/vhn2022.art34d